• Patrizia Figiel

Coronavirus in der Schweiz - Die Zahlen

Aktualisiert: 4. Apr. 2020

Seit mehr als zwei Wochen herrscht in der Schweiz die «ausserordentliche Lage» gemäss Epidemiengesetz. Seit dem 16. März gelten schweizweit Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung, welche alle Läden, Restaurants, Bars sowie Unterhaltungs- und Freizeitbetriebe bis vorerst 19. April 2020 zur Schliessung verpflichten. Der besonders betroffene Kanton Tessin ist in seinen Massnahmen noch weiter gegangen, bis hin zu Produktions- und Baustopps.


Zum 3.4. wurden 19.303 Menschen in der Schweiz positiv auf Corona getestet und es wird von mehr als 4.000 Genesenen ausgegangen. Bei den positiv Getesteten sind 53% Frauen und 47% Männer. Im Median sind die Infizierten 53 Jahre alt, ab 80 Jahren gibt es pro 100.000 Einwohner die meisten Fälle. Die meisten stationär aufgenommenen Infizierten sind 70 Jahre alt und männlich und die Verstorbenen sind nur zu 36% weiblich.


Die frühzeitig ergriffenen Bemühungen und insbesondere die Disziplin der Schweizerischen Bevölkerung zeigen Resultate. Die Infiziertenzahl verdoppelt sich in der Schweiz alle 13 Tage, in Deutschland verdoppelt sich die Zahl nach etwas mehr als 6 Tagen, obwohl der Ausbruch in den Ländern etwa zeitgleich erkannt wurde.


Dennoch ist die Schweiz mit rund 220 bestätigten Infektionen auf 100.000 Einwohner weltweit mit am stärksten vom Coronavirus betroffen. Auf 100.000 Einwohner gerechnet sind bisher in der Schweiz 6,3 Personen an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben (bis zum 3. April insgesamt 484 Personen), zum Vergleich in Italien 23,03 und in Spanien 22,15.


So ist die Lage in der Schweiz nicht nur aufgrund der abfallenden Kurven, sondern auch wegen der verhältnismässig geringen Sterblichkeit vergleichsweise gut. Jedoch sind bereits 180 Länder von der Pandemie betroffen, teils mit schlechteren Versorgungsmöglichkeiten (Schweiz: Rang 13).


Weltweit sind bisher rund 52.000 Menschen an der Krankheit gestorben.


Wir wünschen den den Erkrankten, den betroffenen Angehörigen und ebenso dem medizinischen Personal viel Kraft und Beistand.



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