• Alexander Pigulla

Wohnungssuche in der Schweiz

Aktualisiert: 31. Jan 2020

Auch in der Schweiz ist Wohnraum in den Ballungsräumen eher knapp, ganz besonders in Zürich, Basel und Bern. Hier herrscht oftmals grosse Konkurrenz, Schnäppchen sind kaum zu finden und Wohnungen in Traumlagen sind häufig schnell vergeben oder tauchen gar nicht erst als öffentliches Inserat auf.


Hier lohnt es sich in der Regel, sich von vornherein über mögliche Kompromisse Gedanken zu machen und die Suche entsprechend offener zu gestalten. Die Infrastruktur ist in der Schweiz exzellent, auch und gerade was den öffentlichen Nahverkehr betrifft. Hier kann es also sehr interessant sein, auch das Umland im Blick zu haben und im Austausch für einen zeitlich oft nur leicht verlängerten Arbeitsweg eine günstigere und vielleicht auch in anderen Beziehungen attraktivere Wohnung zu finden.


Neben den gängigen Suchportalen (eine Liste mit Beispielen finden Sie unten) und einem Blick in die lokale Presse sollte man auch alles zu nutzen, was man vor Ort an Kontakten hat. Informieren Sie Freunde und Bekannte darüber, dass Sie auf der Suche sind. Nur wer weiss, dass Sie umziehen wollen kann seine Beziehungen für sie spielen lassen. Auch Liegenschaftsverwaltungen und Baugenossenschaften anzuschreiben kann sich lohnen.


Ist erstmal eine Wohnung gefunden gilt es, sich als Mieter zu bewerben. Dazu erhält man nach der Besichtigung meist ein Formular, in dem man nähere Angaben zu seiner Person macht und damit sein Interesse bekundet. Dieses ergänzt man um eine Betreibungsauskunft, um seine Bonität zu belegen. Lohnauszüge oder Steuerbescheide vorzuweisen ist hingegen unüblich. Wenn mit viel Konkurrenz zu rechnen ist, kann ein gut gestaltetes Bewerbungsschreiben helfen, aus der Masse hervorzustechen und sich als Person oder Familie angemessen zu präsentieren. Auch Referenzen sind gern gesehen, besonderes was frühere Vermieter betrifft, die Gutes über Sie zu berichten wissen.


Mietpreise sind in aller Regel nicht verhandelbar. Dies dennoch zu versuchen könnte einen schlechten Eindruck hinterlassen. Gerade bei privaten Vermietern ist der Eindruck sehr wichtig. In der Schweiz, in der viel Wert auf Benehmen und Höflichkeit gelegt wird, gilt dies ganz besonders.


Es gibt in der Schweiz noch eine weitere Besonderheit, nämlich die offiziellen Zügeltermine («Zügeln» ist das hier gebräuchliche Wort für das Umziehen). In viele Mietverträgen ist eine dreimonatige Kündigungsfrist mit festen Terminen vorgesehen, dem 31. März, 30. Juni oder dem 30. September. Bei Abweichung von diesen Terminen muss dann bei Kündigung ein geeigneter Nachmieter gestellt werden. Aufgrund dieser gängigen Kündigungsregelung wechseln zu diesen drei Terminen die meisten Wohnungen, was für ein grösseres Angebot, aber möglicherweise auch Schwierigkeiten sorgt, kurzfristig Umzugsfirmen etc. zu finden.


Nachmieter werden häufig über private Anzeigenportale gesucht. Auch hier kann es sich also sehr lohnen, die Augen offen zu halten, besonders wenn man nicht an die offiziellen Zügeltermine gebunden ist.


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